22. January 2020

Start-Up Life: Unsere Teilnahme beim Incubator des DigitalHub Aachen

Bei Brajuu geht es tatsächlich nicht immer nur um Boobs und Bras (auch wenn das unser Lieblingsthema ist und bleibt! :-) ). Wir sind ein “ganz normales Start-Up” und beschäftigen uns daher auch sehr viel mit klassischen Start-Up Themen wie Produktentwicklung, Finanzierung oder Markenaufbau.
Wir gründen beide zum ersten Mal, da ist natürlich vieles ziemlich neu für uns. Und was macht man dann? Richtig, erstmal Rat suchen und schauen, was wir von anderen lernen können!
So kamen wir auch zum DigitalHUB Incubator in Aachen.

Was ist ein Incubator?
Ein Incubator ist ein Förderprogramm, das junge Unternehmen bei der Entwicklung ihres Produkts oder Dienstleistung unterstützt und das nötige Handwerkszeug mit gibt, um erfolgreich zu sein.
Die Start-Up Szene ist voller fancy klingender Namen, aber letztendlich ist jedes Incubator-Programm etwas anders. Gemeinsam haben sie alle, dass jeder Incubator die teilnehmenden Teams fördert und weiterentwickelt. Oftmals passiert das auch ohne Bezahlung und wird durch öffentliche Mittel finanziert.

Wie lief die Bewerbung ab?
Bei Förderprogrammen ist eine Bewerbungsvoraussetzung. Hier sind, je nach Programm, meist ein Pitchdeck und die Einreichung eines Business Plans gefordert. (Ein Pitchdeck enthält alle wichtigen Informationen zum Geschäftsmodell, dem Team und den Zielen und ist meist eine komprimierte Powerpoint Präsentation auf rund 10 Seiten. Der Businessplan ist die längere Version und beinhaltet alle Details.)

Für den Incubator des Digital Hub Aachen konnten wir uns unkompliziert mit unserem Pitchdeck per Mail bewerben und wurden nach kurzer Zeit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Incubation Manager eingeladen. In der Auswahlrunde angekommen, durften wir dann als eines von 9 Start-ups am Incubator teilnehmen.

Wie lief der Incubator ab?
Der Incubator ging über vier Monate, von Oktober 2019 bis Mitte Januar 2020. In dieser Zeit gab es in regelmäßigen Abständen zwei Programmtage pro Woche, die jeweils in einen “Input-Tag” und einen “Arbeitstag” aufgeteilt waren. Die Input-Tage waren gefüllt mit hilfreichen Tipps aus den verschiedenen Business-Bereichen: Welche Marketing-Channels eignen sich für mein Produkt? Wie teste ich meinen Prototyp am besten? Wie gehe ich auf Investoren zu? An den Arbeitstagen konnten wir den Input dann direkt in die Tat umsetzen ;-)

Zusätzlich gab es einen Finance-Day, bei dem wir mit potentiellen Investoren und Banken vernetzt wurden. Außerdem konnten wir uns im Rahmen eines “Consulting-Day” von SteuerberaterInnen und RechtsanwältInnen Unterstützung zu bei den Themen Recht, Datenschutz, Steuern usw. holen.
Das “Grand Finale” des Incubators war der Demo Day, an dem alle Incubator-Startups vor circa 150 geladenen Gästen pitchen duften. Das Netzwerk, das wir hier aufbauen konnten, ist unbezahlbar!

Brajuu beim Pitch

Was haben wir im Incubator gelernt?
Das Programm hat sich an den typischen Entwicklungsphasen eines Start-Ups orientiert und dabei alle relevanten Themen abgedeckt, z.B. die ideale Teamzusammensetzung, Marktforschung oder schnelle und kostengünstige Produktentwicklung.
Viele Inhalte im Incubator sind an die Lean Start-Up Denkschule von Eric Ries angelehnt. Dabei dreht sich alles um das Motto “build, measure, learn” und das alles möglichst kostengünstig und in kurzer Zeit.
Du möchtest mehr über die Lean Start-Up Methode lernen? Wir empfehlen dir dazu das das Lean Start-Up Buch* und diesen kostenlosen Onlinekurs!
Inhaltlich wurden die meisten Workshops von Vidar Andersen geleitet. Als mehrfacher Gründer hat er uns mit seinem breiten Erfahrungsschatz an spannenden Start-Up Stories teilhaben lassen.

Was macht der DigitalHUB Aachen und die anderen Hubs in NRW?
Die DigitalHUBs gibt es in mehreren, großen Städten in NRW. Ihr Ziel: die Digitalisierung der Wirtschaft fördern! Die meisten DigitalHUBs haben auch eine spezielle Start-Up Einheit und fördern die Start-Up Szene lokal vor Ort.

Pro Tipp: Bei allen DigitalHubs in NRW kannst du auch das Gründerstipendium beantragen! Wir sind auch durch das Gründerstipendium gefördert und empfehlen es allen Gründungsinteressierten in NRW sich auch damit zu beschäftigen! Kommt bei Fragen gerne auf uns zu :-)

Wer hat noch mitgemacht?
Unser Incubator Batch war super divers und mit tollen Teams ausgestattet: von Softwarelösungen über individuelle Tees und Fitnesstrackern hin zu Vermeidung von Leerflügen bei Flugzeugen und einem Fahrradsensor, war alles dabei! Das war super, da es einen bereichernden Austausch untereinander gab und jeder Experte in einem bestimmten Bereich war.

Fazit: würden wir wieder mitmachen?
Auf jeden Fall! Wir haben durch das Programm eine Menge gelernt, tolle andere Start-Ups kennengelernt und unser Netzwerk in der Start-Up Welt deutlich vergrößert.

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